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Die '''Erdoberfläche''' ist die Grenzfläche zwischen der festen Erdkruste (einschließlich der ) und den n auf der einen sowie der auf der anderen Seite. Sie lässt sich nach verschiedenen Kriterien in '''Hemisphären''' (Halbkugeln, von ''sfaira'' ?Kugel?) einteilen, also in Hälften der Erdoberfläche.

­höhen auf der Erdoberfläche werden auf den mittleren Meeresspiegel bezogen. Diese Niveaufläche ? das Geoid ? hat genähert die Form eines Ellipsoids und eine Oberfläche von 510 Millionen km², wovon rund 71 % von Meeren bedeckt sind.

Betrachtungsweisen der Geowissenschaften

  • Die Physische Geographie beschäftigt sich mit den Großformen der Erdoberfläche und ihren Systemzusammenhängen.
  • Die Geomorphologie (Teil der Geographie) erforscht die genaue Form (das Relief) der Erdoberfläche und (gemeinsam mit der Geologie) seine Entstehung.
  • Die befasst sich mit der Vermessung der Erdoberfläche und der darauf befindlichen Infrastruktur, sowie ? gemeinsam mit der Geophysik ? mit dem Erdschwerefeld.
  • Die Bodenkunde untersucht die oberste, organisch geprägte Schicht unterhalb der Erdoberfläche.

''Boden'' bildet in weiten Teilen der Landgebiete, vor allem in Ebenen und landschaften in Regionen mit feuchtem Klima, die oberste Schicht unterhalb der Erdoberfläche. Er entsteht durch Verwitterung von Festgestein und aus Lockergestein durch Anreicherung dieser mineralischen Substanzen mit organischer Substanz (Humus). Je nach Grad der Verwitterung, den chemischen und physikalischen Eigenschaften des Ausgangsgesteins sowie den herrschenden Umweltbedingungen entstehen unterschiedliche Bodenarten und Bodentypen. In gebirgigen Gegenden, vor allem im Hochgebirge sowie unter extremen klimatischen Bedingungen besteht die Erdoberfläche hingegen oft aus nacktem Fels oder aus Lockergestein, das kaum oder keinerlei Bodenbildungsprozessen unterworfen ist.

Gliederung nach Hemisphären

  • Geodäsie: Die ''Nord-'' und die '''', wie sie sich aus der Breite bezüglich des s ergeben, sowie die '''' und die '''', nach dem bezüglich des Nullmeridians und des 180. Längengrads. Der einzige Staat der Erde, dessen Staatsgebiet in allen vier Erdhemisphären liegt, ist Kiribati, ein Inselstaat im Pazifik.
  • Geomorphologie: Die und die . Erstere umfasst den ganzen pazifischen Raum und ist zu 89 % von Meeren bedeckt, zweitere ungefähr den atlantischen Raum und Eurasien mit etwa 50 % Festland.
Daneben bezeichnen ''Nord-'' und ''Südhemisphäre'' wie auch ''West-'' und ''Osthemisphäre'' kultur- und wirtschaftspolitische Einteilungen, die aber verhältnismäßig willkürlich gewählt sind. Die Verwendung in diesem Zusammenhang etablierte sich in der Zeit des Kalten Kriegs in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Südhemisphäre bezog sich auf die ''Dritte Welt'', ''Osthemisphäre'' auf den vom Kommunismus bzw. Realsozialismus beeinflussten Raum Europas und Asiens ''(Zweite Welt)''. Heute wird diese Einteilung aufgrund der geänderten geopolitischen Lage in der Fachliteratur kaum mehr verwendet.
In den und Saragossa (1494, 1529) wurde im Zuge des Kolonialismus die Erdoberfläche nach Längengrad in einen spanischen und einen portugiesischen Machtbereich aufgeteilt.
Üblich ist noch die Einteilung in ''Alte Welt'' (Eurasien, Afrika) und Neue Welt (beide Amerika), die auch relativ unspezifisch ist.

Gliederung nach Wasser und Land

Die Geomorphologie gliedert die Erdoberfläche in Gebiete, die von n.

Während der Ausdruck ?Oberfläche? bei den nicht von Gewässern bedeckten Gebieten relativ einfach als die zwischen der Litho- und/oder und der zu verstehen ist (''''), bezieht er sich bei Gewässern entweder auf die sichtbare Gewässeroberfläche (''Wasserspiegel'') oder die Grenzfläche zwischen Lithosphäre (einschließlich der Sedimente bzw. ??) und Wasserkörper ('''', engl. ''sediment-water interface''). Bei genauerer Betrachtung aber ist auch bei den Landmassen wahlweise die ?von oben sichtbare? Fläche einschließlich der Vegetationsdecke und ''(Topographie)'', oder nur ­oberfläche ''(Orographie)'' gemeint.

Bei großflächig vergletscherten Regionen wie der Arktis und der Antarktis, wo zudem Teile des Eisschildes als Schelfeis weit in die Küstengewässer hineinreichen, stellt sich die Frage, ob die Oberfläche der Eiskörper zur Erdoberfläche zählt oder nicht.

Daten

{| class="wikitable" style="text-align:center" rig="???"
|- style="border-bottom:2pt black solid"
| Gesamtfläche
der Erde || 510.000.000 km² || 100 %
|-
| Wasserfläche || 360.570.000 km² || 70,7 %
|- style="border-bottom:2pt black solid"
| Landfläche|| 149.430.000 km² || 29,3 %
|}

Landfläche

Der Anteil der beträgt etwa 148,9 Mio.  (29 %); das Land verteilt sich auf Kontinente und Inseln:

{| class="wikitable"
! Kontinent || Landfläche || Anteil
|-
| Asien (ohne Polarinseln) || 31 %
|-
| Amerika (ohne Polargebiete) || 27 %
|-
| Afrika || 20 %
|-
| Antarktika || 9 %
|-
| Europa (ohne Island, Nowaja Semlja, atlantische Inseln) || 7 %
|-
| Australien (mit Tasmanien) || 5 %
|-
| '''gesamt''' || 148,9 Mio. km² || 100 %
|}

Bezogen auf die eisfreien Gebiete der Erde (demnach ohne den Großteil von Grönland und der Antarktis) wird die Landfläche von und vom geprägt, die Anfang des 21. Jahrhunderts folgende Größenordnungen umfassen:

{| class="wikitable" style="text-align:left" rig="???"
|-
| Dauernutzungsraum des Menschen
(Wohngebiete, Infrastruktur, intensiv genutzte Flächen) <small>2004</small> || 42.162.880 km2 || 31 %
|-
| gesamte Waldfläche (genutzt und ungenutzt) <small>2010</small> || 40.204.320 km² || 29,6 %
|-
| <small>2004</small> || 21.761.480 km2 || 16 %
|}

Wasserfläche

Der Anteil der beträgt ca. 361,2 Mio. km² (71 %); das Wasser verteilt sich hauptsächlich auf Ozeane:

{| class="wikitable"
! Ozean || % || mittlere Tiefe
|-
| Pazifischer Ozean || 47 % || 3870 m
|-
| Atlantischer Ozean || 24 %|| 3380 m
|-
| Indischer Ozean || 20 % || 3600 m
|-
| || 5 % ||
|-
| Arktischer Ozean || 4 % ||
|}

Höhen (Hypsometrie)

Die mittlere Höhe der Festlandsflächen liegt bei ungefähr 700 m (Europa 300 m, Asien 880 m, Amerika 610 m, Afrika 660 m, Ozeanien und Australien 300 m). Ihren höchsten Punkt erreicht die Erdoberfläche mit dem Mount Everest bei 8.848 Metern über dem Meeresspiegel. Der tiefste frei zugängliche Punkt der Erdoberfläche befindet sich am Ufer des Toten Meeres, dessen Wasseroberfläche 423 Meter unter Meeresniveau liegt. Der tiefste Punkt der Oberfläche der kontinentalen Erdkruste befindet sich unter dem Denman-Gletscher des Antarktischen Eisschildes, wo eine Tiefe von etwa 3.500 m unter dem Meeresspiegel erreicht wird. Die mittlere Tiefe der Meere beträgt etwa 3.500 m und die tiefste Stelle der Oberfläche der Erdkruste bzw. der befindet sich im Marianengraben bei ungefähr 11.000 Metern unter dem Meeresspiegel.

Andere Himmelskörper

Vergleich der Oberfläche der Erde mit anderen Planeten des Sonnensystems und dem Erdmond:
{| class="wikitable"
|-
! Himmelskörper !! Oberfläche in km²
|-
| Jupiter * || align="right" | 61.420.000.000
|-
| Saturn * || align="right" | 42.610.000.000
|-
| Uranus * || align="right" | 8.083.000.000
|-
| Neptun * || align="right" | 7.620.000.000
|- style="background:#EED5B7"
| Erde || align="right" | 510.100.000
|-
| Venus || align="right" | 460.200.000
|-
| Mars || align="right" | 144.600.000
|-
| Merkur || align="right" | 74.760.000
|-
| Mond || align="right" | 37.960.000
|}

(*) Zu beachten ist hierbei, dass Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun Gasplaneten ohne feste Oberfläche sind. Bei ihnen wird die ?Oberfläche? anhand des Nullniveaus berechnet, welches per definitionem das Niveau ist, bei dem der Gasdruck 1 Bar beträgt.

Weblinks

Einzelnachweise